Autor: Elmar Reckmann

Mini-Spielfest der HSG Gütersloh

Viel Spass hatten unsere jüngsten Handballer beim Spielfest mit den Gästen vom TV Werther, TV Isselhorst und der TSG SG Rheda in unserer Innenstadtsporthalle. Tolle Spiele auf den verkleinerten Spielflächen mit abgehängten Toren konnten von der Tribüne verfolgt werden. Zwischen den Spielen konnte sich auf einem Bewegungsparcour ausgetobt werden. Sieger des Turniers waren alle Mannschaften, hier zählt Erlebnis vor Ergebnis.

HSG Gütersloh 1 liefert und klettert auf Rang neun

Es war das dritte Spiel in dieser Spielzeit, in dem Trainer Jochen Borcherding seine Mannschaft ausdrücklich auf die Bedeutung hinwies, und zum dritten Mal lieferte die HSG Gütersloh. Mit dem 27:25 (13:10)-Erfolg beim Tabellenletzten HT SF Senne verschafften sich die Gütersloher Luft im Abstiegskampf. In der Tabelle der Handball-Bezirksliga klettere die Mannschaft auf Rang neun.

Froh war der HSG-Trainer, dass erstmals ein Start-Ziel-Sieg mit Führungen von drei bis fünf Toren Vorsprung gelang. Ohne Milan Raskopf (beruflich) und Dejan Skoric (privat) lagen de Gäste nach drei Minuten mit 3:0 vorne. Die Abwehr vor dem starken Bojan Solev im Tor stand sicher – auch gegen den im Hinspiel 15-Mal erfolgreichen Joshua Lücking. Philipp Kampschnieder kam erst kurz vor Anpfiff und brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu kommen, war dafür in der Schlussphase mit wichtigen Toren zur Stelle, genauso wie Yannik Fingberg mit seinen Wacklern gegen die aufmachende Senner Abwehr. Viele Gegentreffer kassierte die HSG im Zusammenspiel von Mittelmann Dirk Eisberg und dem Kreisläufer.

HSG-Tore: Riechmann (9/5), Schöttker (6), Dux (4), Debowicz (3), Kampschnieder (2), Künsting (2), Fingberg (1)

HSG 2 in neuen Trikots zum nächsten Sieg

Einen guten Auftritt gegen den SV Spexard hatte die HSG 2 nur vor dem Spiel als die neuen Trikots präsentiert wurden.

Wir bedanken uns bei den Sponsoren:

In der von beiden Teams giftig geführten Partie gegen den SV Spexard war nur das Endergebnis 29:19 (13:11) und der Sieg im Stadtderby für die HSG glanzvoll.

Mund abputzen und weiter konzentriert in die verbleibenden 4 Partien zur Meisterschaft gehen ist die weitere Zielsetzung der Bezirksliga-Reserve. Mit nun 3 Punkten Vorsprung vor den Verfolgern hat die HSG guten Voraussetzungen den Aufstieg im ersten Jahr perfekt zu machen. Den ersten Schritt kann die HSG am 16.02.2020 machen. Um 13:00 Uhr empfängt die HSG den Tabellenzweiten SF Loxten 2.

 

HSG Gütersloh 1 fehlen in Greffen am Ende die Körner

FC Greffen – HSG Gütersloh 34:26 (16:13).
Bis zum 7:7 (13.) sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, danach setzte sich der FCG auf 10:7 (16.) und 15:10 (25.) ab. Die Seiten wurden beim 16:13 gewechselt. „Wir haben den HSG-Rückraum nicht in den Griff bekommen”, sagte FCG-Trainer Mirko Bostelmann und meinte damit vor allem Hauke Riechmann, der 13 Treffer und damit die Hälfte aller Gütersloher Tore erzielte.

In der zweiten Halbzeit baute Greffen den Vorsprung auf 21:14 aus (37.), doch dann verkürzte die offensiv deckende HSG auch mit Hilfe ihres starken Torhüters Bojan Solev innerhalb von sieben Minuten bis auf 21:23 (45.) und schien wieder drin im Spiel zu sein. Das Problem: Die Gäste hatten nur sieben Feldspieler dabei und als Marlon Schönborn (35.) sowie Milan Raskopf (51.) nach ihrer dritten Zeitstrafe disqualifiziert wurden, waren es nur noch fünf.

„Das war schade, denn Greffen war am wackeln”, so HSG-Trainer Jochen Borcherding, dem jetzt die personellen Alternativen fehlten und der in der Schlussphase Keeper Florian Schröder ins Feld beordern musste. Greffen hatte im Gegensatz dazu die Möglichkeit zu wechseln und zog so über 30:24 (54.) bis zum 34:26-Endstand davon.

„Nach vier sieglosen Spielen standen wir unter Druck, jetzt haben endlich wieder etwas Zählbares geholt”, so Bostelmann erleichtert. „Heute wäre etwas möglich gewesen, aber zum Schluss haben uns die Körner gefehlt”, sagte Borcherding, der seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen wollte.

Tore FC Greffen: J. Bostelmann (8), Toppmöller (5), Germer (3), K. Bostelmann (4), Hanfgarn (3), Dingwerth (3), Herbrink (3), Meyer (2), Steffens (1), Heptner (1).

HSG Gütersloh: Schröder, Solev – Dux (3), Schönborn, Tenkamp (5), Schöttger (3), Riechmann (13), Raskopf (2), Künsting.

HSG 1 verpennt die Anfangsphase

Nach zuletzt drei erfolgreichen Heimspielen hat es Handball-Bezirksligist HSG Gütersloh beim 20:27 (6:12) gegen die TG Herford erwischt. „In den ersten 20 Minuten hat bei uns nicht viel geklappt“, lag die von Jochen Borcherding betreute HSG rasch mit 2:10 im Hintertreffen. „Da hat mir die Art und Weise unseres Spiels überhaupt nicht gefallen“, sah der HSG-Trainer sein Team erst nach dem Seitenwechsel im Aufwind, als der Rückstand zwischenzeitlich sogar auf drei Tore verkürzt werden konnte. In der Schlussphase habe sich seine Mannschaft aber mehrfach zu ungeschickt verhalten, um für mehr in Frage zu kommen, war Jochen Borcherding trotz der Niederlage „nicht total unzufrieden“.

HSG-Tore: Riechmann (6/1), Fingberg (2/1), Schöttker (2/1), Dux (4), Debowicz (2), Raskopf (1), Tenkamp (1)

Wintercup 2020 in Gütersloh

Mauer Samstag, TBV froh über Neuzugang.

Klar überlegen war der TBV Lemgo bei seinem Gastspiel in Gütersloh gegen das holländische Team von Greenpark Aalsmeer, das schon am Freitag gegen Lübeck mit 13 Toren Differenz den Kürzeren gezogen hatte.

Immerhin, in der Anfangsphase hielten die Niederländer noch mit und führten sogar mit 8:7 (12. Minute). Dann aber setzten sich die körperliche Überlegenheit, die Passsicherheit und das Tempo im Umschaltspiel des Bundesliga-14. immer deutlicher durch. 39:15 (17:10) für die voll durchziehenden Lemgoer lautete das Endergebnis, also nur noch sieben Treffer gelangen der Mannschaft von Bert Bouwer in den restlichen 48 Minuten.

Lemgo-Trainer Florian Kehrmann, der als Stammgast viel von dem Verler Vorbereitungsturnier hält („der jetzige Modus ist okay, wir spielen jetzt zweimal gegen ausländische Gegner, gegen wen es im Platzierungsspiel geht, ist mir dann egal“) standen am Samstag keine Ergänzungen aus dem Team Handball (der in der dritten Liga in Kooperation mit der ehemaligen Augustdorfer Mannschaft spielenden TBV-Nachwuchsmannschaft) zur Verfügung, die in Volmetal aktiv war. Dafür erhielt der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Neuzugang Evars Klesniks seine Spielanteile in Abwehr und auch im Angriff.

„Er bringt uns genau das, was wir erhofft haben“, freut sich Kehrmann über den 39 Jahre alten litauischen Nationalspieler. Der EM-Teilnehmer war nach Jahren in der Bundesliga zu Serienbeginn zum Drittligisten LIT Tribe Handball gewechselt und soll in Lemgo nun den verletzten Abwehrchef Fabian van Olphen ersetzen. „Wer nicht weiß, wie alt er ist, der glaubt es nicht“, hatte Christoph Theuerkauf, Ex-Nationalspieler und einer der bekanntesten TBV-Spieler (und selbst 39 Jahre alt) den Neuzugang nach den ersten Trainingseinheiten geadelt. Theuerkauf bestreitet seine letzte Spielzeit im TBV-Profiteam und wird voraussichtlich danach eine berufliche Aufgabe in der Geschäftsstelle übernehmen. Im Samstagsspiel vor nur 200 Zuschauern vergab der Kreisläufer gleich vier beste Gelegenheiten und ärgerte sich mächtig.

Nur 200 Besucher in Gütersloh und auch in Verl war der Samstag der Tag mit den wenigsten Zuschauern. Offensichtlich hatten die heimischen Fans parallel zum laufenden Ligabetrieb und zur EM irgendwann auch mal genug von Handball.

Filmen verboten: Als in der Gütersloher Innenstadthalle neben der Videokamera des TBV Lemgo auf einmal eine zweite Kamera stand, um das Spiel gegen Greenpark Aalsmeer zu filmen, wurde Lemgos Trainer Florian Kehrmann (Bild) stutzig und eilte dann flugs mit dem Vorsitzenden des Ausrichters HSG Gütersloh, Michael Räckers, nach oben auf die Tribüne. Kehrmann wollte offensichtlich nicht, dass Abstiegskonkurrent TVB Stuttgart, gegen den die Lemgoer am kommenden Sonntag in den Bundesliga-Saisonteil 2020 starten, sich auf diese Weise über Neuerungen im Spielsystem oder Neuzugänge informiert. „Wir haben auf den Datenschutz und unser Hausrecht verwiesen“, sagte Räckers, woraufhin der Filmer seine Ausrüstung zusammenpackte.

Alles im Blick: „Leon ist ein guter Junge. Und für einen Torwart sind Spiele wichtiger als Training“, war Lemgo-Trainer Florian Kehrmann natürlich darüber informiert, dass der Gütersloher Leon Goldbecker mittels Zweitspielrecht bei der TSG Harsewinkel aushilft. „Wir haben alles im Blick“, schmunzelte der 2007er-Weltmeister Kehrmann.

Talent verpflichtet: Mit dem 17-jährigen Niko Blaauw von Greenpark Aalsmeer hat der TBV Lemgo zur neuen Saison eines, laut Florian Kehrmann, der größten europäischen Talente verpflichtet. Der 2002 geborene Rechtshänder könnte dann sogar noch ein Jahr A-Jugend spielen, soll in Lemgo aber voraussichtlich im Drittligateam eingesetzt werden, in der Vorbereitung aber auch bei den Profis vorbeischnuppern.