Autor: Elmar Reckmann

TuS Brake – HSG Gütersloh 30:26 (18:12)

Die Auftritte der Schwarz-Gelben in der Rückrunde verlaufen immer nach dem gleichen Muster, sie halten ordentlich mit, haben aber letztlich keine echte Chance, an die Zähler zu kommen. Mit Timo Dreier und Rudi Braun fehlten Jochen Borcherding beim Rangachten allerdings auch die Wechselmöglichkeiten. “Ich konnte die Belastung kaum verteilen und das hat sich irgendwann bemerkbar gemacht”, berichtete der Trainer, dass der Rückraum mit Phil Schöttker (5 Tore), Yannick Fingberg (8) und Dejan Skoric (2) quasi durchspielen musste. Weil sich seine Truppe trotzdem vom 16:23 noch einmal zum 20:23 herankämpfte, machte Borcherding die 2. Halbzeit aber Mut, obwohl er erneut “zu viele technische Fehler” registrierte.

Die weiteren Treffer erzielten Riechmann (6), Graffunder (2), Kollenberg (2) und Raskopf.

SG Neuenkirchen gewinnt Kreisderby in Gütersloh

Der SG Neuenkirchen-Varensell ist in der Handball-Bezirksliga der erhoffte Derbysieg gelungen. Die personell gebeutelte HSG Gütersloh hielt am Sonntag zwar tapfer dagegen und lange mit, musste sich dann aber mit 25:29 (13:16) geschlagen geben. Während sich die Rietberger mit nun 24:16 Punkten auf dem 6. Tabellenplatz wohl fühlen, kommen die nun schon fünfmal nacheinander sieglosen Gütersloher nicht vom 11. Rang weg.

Die HSG setzte auf lange Angriffe, die SG wollte das Tempo über schnelles Umschalten hochhalten und das schwache Rückzugsverhalten der Gastgeber nutzen. Weil die viel verwarfen, brauchten sie schon den gut aufgelegten Keeper Matthias Wehmöller, um nicht deutlicher als mit 4:8 zurückzufallen. Nach etwa einer Viertelstunde kämpften sich die Gütersloher aber ins Spiel. SG-Coach Klaus Neuwald wechselte daraufhin den angeschlagenen Fabian Braun ein, der mit drei einfachen Treffern für die 16:13-Pausenführung sorgte.

Nach dem Wiederanpfiff setzte sich der Favorit zum 18:14 ab. Eine Vorentscheidung? Mitnichten, denn die Hausherren drehten auf. Zwar verhinderte SG-Keeper Michael Grauthoff mit einer Doppelparade gegen Magnus Kollenberg zunächst noch den Ausgleich, doch dann traf Hauke Riechmann zum 20:20 (46.). Das Derby entschied sich, als Timo Dreier der HSG nach einer Verletzung nicht mehr helfen konnte, und der eingewechselte SG-Keeper Maurice Ostmeier zwei Siebenmeter entschärfte. HSG-Coach Jochen Borcherding zog mit einer offensiven Deckung zwar noch seinen letzten Joker, doch Pascal Ellefredt übernahm bei der SG Verantwortung und netzte zweimal ein.

»Wir hätten den Sack früher zumachen können«

“Angesichts der Umstände waren Leistung, Leidenschaft und Kampf in Ordnung”, stellte Borcherding fest. “Aber in den entscheidenden Phasen haben wir uns zu viele Fahrlässigkeiten geleistet.” SG-Spielertrainer Marcel Schönhoff war “natürlich mit dem Ergebnis zufrieden und mit den Punkten”. Aber auch er hatte etwas auszusetzen: “Wir hätten den Sack früher zumachen können.”

HSG Gütersloh: Wehmöller, Braun, Schalück – Fingberg (5), Schöttker (3), Graffunder, Dreier (9/3), Riechmann (5), Kaup, Raskopf (1), Horstmann, Birkholz, Kollenberg (2), Bettenworth.

SG Neuenkirchen/Varensell: M. Grauthoff, Ostmeier – Schönhoff (4/1), Ellefredt (7), Braun (3), Honerlage (5), Schröder (8), Heuermann, Münsterteicher, Kneuper, Hillemeyer, J. Grauthoff (2).

Abwehrarbeit: Timo Dreier, mit neun Toren bester Werfer der HSG, „kümmert” sich um den achtmal erfolgreichen Neuenkirchener Maxi Schröder.

HSG ersatzgeschwächt auf verlorenem Posten

Gütersloh (hcr). Gegen die TG Herford musste die HSG Gütersloh eine 21:31 (9:12)-Niederlage hinnehmen. Personell gebeutelt blieb der heimische Handball-Bezirksligist chancenlos. Ohne den verletzten Johannes Vollmann fehlte ein wichtiger Akteur. Als dann Milan Raskopf nach 20 Minuten verletzt ausschied, schwanden Trainer Jochen Borcherding die Alternativen: „Wir waren klar unterlegen. Bis zur Pause konnten wir das Ergebnis noch offenhalten.“

Herford agierte mit einer offensiven Deckung gegen Phil Schöttker, diese taktische Maßnahme brachte Gütersloh aus dem Konzept. Anstatt Automatismen abzurufen und die Räume zu nutzen, verfielen die HSG-Akteure in Hektik. „Damit kamen wir kaum zurecht“, berichtete Borcherding.

Nach der Pause eilte Herford mit 5:0-Treffern zum 9:17 aus Sicht der Gäste davon und schaffte so die Vorentscheidung. „Positiv waren aber die Einsätze von Spielern aus der zweiten Reihe“, befand Jochen Borcherding. Magnus Kollenberg, Thomas Graffunder sowie Johannes Kaup nutzen ihre Spielpraxis, um Akzente zu setzen und sich in die Torjägerliste einzutragen.

HSG Gütersloh: Wehmöller/Braun/Teune – Riechmann (8), Dreier (4/2), Kollenberg (2), Kaup (2), Skoric (2), Schöttker (1), Grauffunder (1), Fingberg (1), Horstmann, Raskopf

Premiere passt: Kindern gefällt’s, HSG zufrieden

Gütersloh (zog). Für die Zweitklässler war das Handball-Miniturnier etwas ganz Neues, für viele die erste Teilnahme an einer Sportveranstaltung außerhalb des schulischen Rahmens. Aber auch für die Handball Spiel Gemeinschaft (HSG) Gütersloh war die Ausrichtung des „Pennekamp und Bisping Grundschulcups“ am Samstag in der Innenstadtsporthalle Neuland. Die Premiere gelang, denn nach den letzten Ballwechseln um 14.30 Uhr waren die 100 Kinder aus vier Gütersloher Grundschulen stolz über ihre Urkunden und HSG-Jugendwart Sven Goldbecker rundum zufrieden mit Ablauf und Resonanz.

Idee, Vorbereitung und Durchführung des Turniers resultierten aus einer zu Jahresbeginn gestarteten Zusammenarbeit mit dem Sportpädagogen und Handballtrainer Falk von Hollen. Der 39-Jährige hatte seit Januar an der Altstadtschule, der Europaschule Nordhorn, der Blücher- und der Neißewegschule 240 Kinder in neun zweiten Klassen in den Handballsport eingeführt.

100 davon inklusive der HSG-Vereinsminis nahmen an dem von der Spielgemeinschaft mit zwölf Helfern und vier Trainern organisierten spielerischen Wettstreit teil. Dabei ging es weniger um Tore und Punkte, Sieg oder Niederlage, sondern – wie auch bei den Miniturnieren der Vereinsmannschaften des Handballkreises – ums Zusammenspiel und Mannschaftserlebnis. „Wir haben die Schulteams sogar gemischt. Das war für einige erst ungewohnt, hat dann aber gut geklappt“, freute sich Sven Goldbecker auch über das positive Echo der Eltern auf der gut gefüllten Tribüne. Für die Spielpausen und die Geschwisterkinder war zwischen den beiden Spielfeldern ein Bewegungsparcours aufgebaut. Bis zur Siegerehrung und der Übergabe der mit Namen versehenen Teilnehmerurkunden hatte jedes Kind drei Spiele über 15 Minuten absolviert.

„Das war sehr gut, sehr ungezwungen und mit viel Abwechslung“, erkundigte sich anschließend Georgios Patsouras, Vater des sieben Jahre alten Achilles von der GS Nordhorn nach der Trainingszeit der HSG-Minis. Die ist mittwochs von 18 – 19.30 Uhr in der Innenstadthalle. „Das ist für die Kinder fast schon zu spät, deshalb machen wir meistens eher Schluss“, hofft Goldbecker demnächst auf neue Gesichter in der von Julia Kees, Sina Rustemeier und Tom Horstmann angeleiteten Trainingsgruppe.

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